Sonntag, 27. Mai 2007

Wer rastet der rostet...

...und oxidiert bin ich in Darwin schon zu genuege... ;)

Es hat geklappt!
Lift nach Perth gefunden!

Nach 4 Tagen Broom
geht die Reise weiter die Westkueste runter nach Perth wo mein Flieger nach Cairns(Ostkueste) startet um dann hoffentlich unser aller Freund Giui alias Pepe in Empfang zu nehmen ...und ob Australien nach unserer Odysse weiterhin auf der Suedhalbkugel zu finden sein wird, da wuerde ich momentan nicht meine Hand fuer ins Feuer legen... ;)))

Auf geht's, begleitet von zwei Neuseelaendern und einer Franzoesin, zur "vorletzten" Etape Australiens - leider ein wenig zu schnell, aber immernoch besser als es verpasst zu haben... :)))

What shell we do...

...with a drunken sailer, what shell we do wi.. ;)
Nee, nee- betrunken waren wir nicht(geht von eiener Kiste Light-Bier die man pro Woche zur Verfuegung hatte auch schwer) und was wir tun sollten wussten wir auch...aber fangen wir mal vorne an... :
Donnerstag morgen:Dank meiner Zimmernachbarin, dessen Name ich zwar nicht weiss, sie mich aber freundlicherweise geweckt hatte, stand ich nun puenktlich um halb sieben am Flughafen bereit zum Alkoholtest: bestanden- das Abenteuer kann los gehen...
Zuerst ging es mit dieser guten alten Prop-Maschine
irgendwo ins nirgendwo zwischen Darwin und Broom!

Nach zwei Stunden Tischtennis & Billard ging es dann mit diesem Gefaehrt
45min ueber die Kimberlys(NP) an die Kueste zu


meinem neuen Zuhause fuer die naechsten zwei Wochen:




Von wo aus wir dann in vier verschiedenen Beibooten
jeden Morgen bei Sonnenaufgang zu den uns zugeteilten Austerfeldern (6*70m Linien am Tag mit 70-90 Netzen a 6-8 Austern, ne maenge Algen und "Barnies"(-kleine Muscheln die an der Auster festsitzen)
Dann hiess es Netz aus dem Wasser ziehen, durch eine Waschmachine schieben, auf der anderen Seite mit einem Stemmeisen die restlichen Muscheln abkratzen und zurueck ins Wasser damit!
Gelegendlich war dann ach mal ne 'tote Schale' dabei in der dann 'die Frucht' steckte.
Eigendlich sollte diese Arbeit 13 Tage lang gehen-vorausgesetzt du schaffst deine 6 Linien am Tag, bekamst du den letzten Tag frei-wenn nichts dazwischen kommt...(wir hatten immerhin noch den halben Tag frei an dem wir so allerlei Unfug trieben...
http://www.youtube.com/watch?v=jbzHSlVwOfo
In der Regel sollte dann um 3 Uhr schluss sein: Bis zum Sonnenuntergang verbrachte man dann die Zeit mit :





...ass die 'selbstgeangelten' Austern welche im Lagerfeuer am Strand gegrillt wurden...
...oder man schaute sich in der Bortkueche, die gleichzeitig Essahl war die 'neuesten Cult-Filme der 80er Jahre' an :(
DAS Highleit war allerdings, als es zwei mal hiess : "Anker lichten!" und bei Sonnenuntergang die naechste Bucht angesteuert wurde!
Wenn man in diesem Moment auf dem Deck in einer Haengematte liegt mit der Sonnenbrille auf der Nase und nem (Light-)Bier in der Hand...
...seit dem kann ich auch mit dem Wort Seefahrerromantik was anfangen... ;)))

Zusammengefasst betrachtet, war zwar die Arbeit hart und monoton, aber alles was darumherum war (incl. Essen, Strandausfluege,Mannschaft,Natur,Fischen,Rundflug mit nem Wasserflugzeug,...Bezahlung!!!,...luege ich nicht wenn ich sage, dass es vielleicht der erste Job war, bei dem man ernsthaft ueberlegt hat, nochmal eine Zweiwochenschicht dranzuhaengen oder doch weiter zu reisen...
...hab mich fuer das Reisen endschieden und sitze nun in Broom an der Westkueste, in freudiger Erwartung darauf, dass sich hoffentlich bald eine Mitfahrgelegenheit nach Perth auftut...

Ps:Eine kleine Pointe hat die Geschichte dann doch noch gehabt als ich wieder an Land war:
Da ich nur zehn Kilo Gepaeck mitnehemen durfte, gab ich zwei Maedels, welche ich in Darwin kennengelernt hatte, die weiter nach Broom wollten, eine kleine Tasche, mit meinen restlichen Klamotten mit...
...statt meinen Klamotten gab's ne kleine E-mail...:
"...Sorry, haben uns kurzfristig dazu entschlossen nach Bali zu fliegen!Sind aber in einer Woche wieder in Darwin..." leider bin ich dann schon irgendwo an der westkueste... ;)
Nachschlag fuer Optimisten:
a) In zwei Wochen bekamen wir ein Kreuzfahrtboot zu Gesicht mit Touristen an Board, welche rund 10.000 $ fuer eine Woche Urlaub in "unseren" Gewaessern bezahlt haben
b) Ein Rundflug ueber die Kimberlyregion gab es in Darwin schon ab 'guenstigen' 350 $
c) Nach zwei Wochen Arbeit zeigte sich ein Plus von 1400 $ a. Tax auf dem Konto
Waere es nun verwaegen zu behaupten, man habe zusammengefasst 11.750 $ (a. Tax) in zwei Wochen 'gemacht' ?!? ;)))
Ps:Wie von dem einen oder anderen schon festgestellt gibt es bei der Verlinkung von weiteren Bildern ein kleines Problem, Behebung ist in Arbeit...wer sich nicht gedulden kann-einfach beim webhamster ;) nachfragen...

Donnerstag, 10. Mai 2007

Nachtrag...

Vielleicht sollte ich das naechste mal meine Wortwahl besser ueberdenken, aber dafuer ist es wohl jetzt zu spaet...
Daher kommt jetzt eine kleine "auf den Punkt"-bringung bezueglich meines letzten Eintrags vom 8.Mai:
Um jegliche Zweifel auszuraemen:Mir ging es, als ich den Eintrag ueber die zwei Seiten des Backpackerlebens geschrieben habe, sellten besser in Australien. Leider wurde es vom einen oder anderen missverstanden!!! ;)
Berechtigter weise stellt man sich die Frage, wieso schreibt er dann darueber?!?
Wie schon zu 'Papier' gebracht, ist es eben wirklich (!!!) ein interessanter Aspekt des Reisen, wie es manchmal voran geht und gelegendlich halt mal hagt!

Ps: Vielleicht wurde ich auch dadurch inspiriert, dass man im laufe seiner 'Tour' den einen oder anderen BP getroffen hat, der halt nicht das Ende seines BP-Taelchens abgewartet hat und seine Reise vorzeitig abbrach oder abbrechen wollte...

Der Text beinhaltet nicht mehr als dass was schwarz auf ockerbraun auf euerem Bildschirm erscheint!!! ;)))

Dienstag, 8. Mai 2007

Die zwei Seiten des Backpackerlebens...

Ich hatte das Thema zwar schonmal in vorherigen Blogs angedeutet, aber ich nehme mal die Ereignisse der letzten zwei Wochen um mal genauer auf diesen nicht uninteressanten Aspekt des Reisens einzugehen!(...diejenigen die schonmal laenger weg waren stimmen mir voraussichtlich zu)
Von Aussen betrachtet ist es wahrlich erstaunlich festzustellen, dass man fast "..seine Uhr danach stellen kann.."
Gerade wer vielleicht diesen Blog verfolgt, koennte vielleicht auf die Idee kommen: Alles Super,Sonne,Spass und ne maenge Abenteuer.(ist es zum groessten Teil ja auch) Mit Sicherheit hat man hier nicht die gleichen Verpflichtungen wie vielleicht zu Hause, aber einer Sache kann man sich nie wirklich entziehen:
Wie in der Heimat, erlebt man hier auch gewisse Talfahrten, genauso wie es Wochen gibt in denen man das Gefuehl bekommt dass einem alles in den Schoss faellt!(positiv gesehen) Mit dem Unterschied, dass dies in der Regel kleinere Moechtegernproblemchen sind, und diese Hoch-Tiefs schnelllebiger sind als das was wo da so in heimatlichen Gefilden passiert.
Philosophisch ausgedrueckt besteht die "Kunst des Reisens darin diese Talfahrten mit der dazu noetigen Geduld zu ueberstehen und das Wissen zu haben das jedes Tal irgendwo endet!"
Keine Angst, mir gehts gut und ich will auch nicht fruher zurueck ;) auch wenn ich vielleicht die letzten zwei Wochen ein solch kleines Backpackertaelchen durchlaufen habe, so kann ich doch sagen, dass man manchmal nur ein bisschen mehr als 48 Stunden brauch um wieder eine 'Welle' zu erklimmen die ich jetzt hoffentlich wieder eine Weile reiten kann...! :)
Aber nach der Theorie, jetzt mal zur Praxis:

Wodurch war dieses kleine kuenstliche BP-Taelchen denn verursacht:
Einerseits gibt es halt Zeiten in denen man mal ein wenig mehr an zu Hause denkt-insbesondere wenn man weiss das Sachen getan werden bei denen man schon gerne dabei waere und eigendlich auch sollte...auf diesem Weg vielen Dank an alle, die sie (ohne mich) verrichtet haben!!!Bin euch was schuldig! ;)
Andererseits habt ihr ja aus dem vorherigen Bericht mitbekommen, dass im grossen und ganzen die letzten Arbeiten nicht wirklich herausfordernt waren, wenn man dabei auch noch das Gefuehl hat, dass man trotz 'Feierabstinens' finanziell nicht wirklich von der Stelle kommt, hilft es in der Situation auch nicht gerade. Im Subton mitschwingend sei auch noch erwaehnt, dass Guenther erste alterserscheinungen bekam (Motorkontrollampe,Starter,Keilriemen,...) bis hin zur Bestaetigung des Kfz-Doktors, dass der Stossdaempfer zum 'Stossverstaerker' umgewandelt wurde, wobei die Reparaturkosten den Wert des Autos mehr als verdoppelt haetten!(o.k. hatte eigendlich schon vor Guenther in Darwin wieder zu verkaufen, aber wie wird man so ein Auto los...)
Apropo Feierabstinens...eine kleine Geburtstagsfeier sollte es auf dem Campingplatz dann doch geben!Sollte allerdings auch unsere letzte im Hidden Valley Caravan Park sein, denn nach einem naechtlichen abkuehlen im Pool und einer nicht gerade diplomatischen Antwort eines Mitfeiernden auf die Androhung der Platzherrin, uns rauszuschmeissen wenn wir nicht gleich in unseren Zelten verschwinden, befanden wir uns 1 Stunde spaeter mit allem was wir hatten in einem kleinen Forst. Abgesehen von einem Auto: Guenther! Nicht das ich ihn wegen meines Zustandes vergessen haette- sein Schluessel war in der naechtlichen Aufraeumaktion (und auch am darauf folgenden Tag) unauffindbar. (veranschlagter Kostenpunkt fuer den Schluesseldienst 300,- $ !) Also Guenther gegen Cash nochmal 24 Stunden stehen lassen in der Hoffnung, dass sich der Schluessel doch nochmal zeigt.
Am morgen nach der Feier tat sich dann auch noch meine erste Mittelohrentzuendung auf incl. Krankenhaus,Kosten,usw! :(
Aber dann...

Sonntag morgen: Zurueck zum Campingplatz- ein letztes mal nachfragen ob der Schluessel gefunden wurde und siehe da: er wart wieder da! :)
Montag morgen: zwei Iren kaufen mir tatsaechlich Guenther fuer 1500,-$ ab. Gebe zu, habe mich ein bisschen schlecht gefuehlt, aber was soll's- wenn's hart auf hart kommt ist man sich halt doch selbst am naechsten... :)
Dienstag morgen: Geduld zahlt sich aus! Nachdem ich die Argentur zwei Wochen lang mit Anrufen und Besuchen auf den Geist gegangen bin heute morgen der Anruf: ab Donnerstag morgen gehts fuer zwei Wochen zur See!!! Inclusive freie Unterkunft,Essen,Kohle und eine Erfahrung reicher!!! :)
Nebenbei erwaehnt: ...seit ein paar Stunden ist das Ohr auch wieder frei! ;)

Die Korken werde ich zwar erst knallen lassen wenn ich in 36 Stunden im Flugzeug sitze, trotzdem versteht man glaube ich jetzt andeutungsweise was ich mit der kleinen Einfuehrungsgeschichte meinte... ;)

See Yeah und A'hoi! :)))

Samstag, 5. Mai 2007

...war jung, naiv und brauchte das Geld!

..war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt!...
Die Geschichte geht weiter...:
Die letzten Wochen verbrachte ich zusammen mit Jaquline's Besitzer auf einem Campingplatz in der Naehe von Darwin, von wo aus wir jeden morgen loszogen um verschiedenen Jobangeboten nachzugehen, welche uns von einer Agentur zugeschoben wurden bei der wir uns auf einer Warte(!!!)liste fuer einen Job auf einem Perlenboot eingeschrieben hatten...

Erster Tagesjob: Auf einer Baramundifarm 3 Tonnen Fisch aus einem See ziehen. schlecht bezahlt aber mal ne interessante Geschichte gewesen! (leider keine Bilder)

Zweiter Job: angeblich fuer vier bis fuenf Tage:Da die nette Dame von der Jobagentur uns nicht genauere Infos ueber diesen Job sagen konnte, uns nur mitteilte, dass es irgendwas mit einer Lagerhalle zu tun hat, liessen wir uns ueberraschen...
...Stellt euch vor ihr kommt am naechsten Tag in diese Lagerhalle und seht zwei Kerle die gerade anfangen Eisenschraenke zusammenzuschrauben. Ich denke mal ihr koennt euch vorstellen, dass diese Arbeit, insbesondere fuer einen Schreiner, nicht gerade die aufregenste ist aber na gut, was tut man nicht alles fuer Geld!
Waehrend man da so steht geht man dann schonmal in Gedanken die einzelnen Varianten durch, wie man jetzt am schnellsten diese Blechgestelle zusammenschraubt. Leider sollte man sich erst einmal mit dem 'Vorarbeiter' unterhalten, bevor man anfaengt darueber nachzudenken. Der hatte uns naemlich garnicht fuer diese Blechgestelle eingeplant, statt dessen fuehrte er uns an den halbangefangenen Regalen vorbei, in eine kleine Ecke der Halle in der er uns dann eine 'ausfuehrliche' Einweisung in UNSERE Arbeit gab:
Wusstet ihr, dass man 18 Kartons in 2 1/2 Minuten zusammenfallten kann, oder dass man die Dinger auch hinter dem Ruecken zusammen bekommt. Mit verbundenen Augen gehts auch! Wenn man schon soweit ist kann man sich dann auch bei der Arbeit in Ruhe den FHM Kalender an der Wand anschauen...

Da wir nach 1 1/2 Tagen mit der Arbeit fertig waren fuer die er uns eigendlich die 4-5 Tage haben wollte, durften wir dann doch noch an die Blechgestelle ran. Es sag nochmal jemand man koenne sich nicht Hocharbeiten:am Ende unserer 3 Wochen durften wir sogar Ersatzteile nach Nummern sortieren und in die Schraenke einraeumen...
Fazit: Bezahlung war nicht schlecht...

naechster Job: 3 Tage lang, 8mal am Tag fuer ca 30Minuten Autos auf 400 Parkbuchten zaehlen. In Anbetracht der Tatsache, dass man fuer eine effektive Arbeitszeit von 14 Stunden am Ende 620,- Doller in der Tasche hat, der geilste BP-job der Welt!


Als kleinen Bonus lernte ich dabei noch eine Australierin kennen, die uns mit ihrem Mann zum Fischen mitnahm, was uns einen riesen Fang bescherte...
Naechster Job:
Warum macht man eine Ausbildung? Um sich sowas zu ersparen:
Ein Schiffkontainer,1300 Kisten Bier a 15 Kilo, 3 Kontainer am Tag und das ganze fuer mehr oder minder ein Appel und ein Ei...
Daher war fuer uns auch nach zwei Tagen Schluss!!!

Natuerlich haben wir in der Zeit nicht nur gearbeitet, sondern auch den einen oder anderen netten Abend auf unserem Campingplatz verbracht in dem man im laufe von vier Wochen doch viele Personen kommen und gehen sieht, bis zu dem Tag an dem man leider selbst abrupt gegangen worden ist...
Ps: Selbst in der Nacht haben wir arbeiten muessen...war allerdings fuer zwei Hollaender von unserem Campingplatz, welche neue Reifen gebraucht haben, die uns am Strassenrand 'angeboten' wurden...